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Bild der Woche – Internet of Things (IoT)

Zeit auch diese Rubrik wieder aufleben zu lassen. Da kommt mir folgender Handy-Schnappschuss gerade recht.

Wer bislang immer nur dachte „Internet of Things“ (IoT) ist es, wenn der Toaster nach Bitcoins schürft um seine Spielschulden beim Kühlschrank zu bezahlen, weit gefehlt. Die Wirklichkeit ist da schon viel weiter. Manch ein Kurierdienste hat schon einen Deal mit unseren Haustüren. Also nie wieder eine Paketzustellung verpassen. Einfach mal mit der Haustür reden.

Dieses Bild veröffentlichen wir als Handy-Schnappschuss. Die Zustimmung zur Veröffentlichung liegt vor. Der Name wurde natürlich verdeckt. Möchten Sie dieses Bild verwenden, verbinden Sie es bitte mit einem Link zu unserer web-Seite.

Sonstiges zu veröffentlichten Bildern und Urheberrechtshinweise.

DC-Buchsen Problem

Eine DC-Buchse, oder Stromversorgungsbuchse, ist der Schnittpunkt für die Stromversorgung von Laptops. DC ist eine Abkürzung, kommt aus dem englischen und bedeutet Direct Current, übersetzt: Gleichstrom. Notebooks werden auch als Laptop bezeichnet.

DC – Hohlstecker und Buchsen

DC-Buchsen sind der Anschlusspunkt eines Notebooks an die Stromversorgung. In der Praxis entstehen an dieser Schnittstelle häufig Probleme durch ihre mechanische Beanspruchung. Bevor ich mich etwas näher mit diesem Thema befasse: Bei welchen Symptomen sollte ich den PC-Doc, wegen eventueller Probleme an der DC-Buchse, aufsuchen?

Wenn bei angestecktem Netzteil

  • am Notebook die Lade-LED unregelmäßig flackert oder ausgeschaltet bleibt.
  • im laufenden Betrieb die Ladeanzeige zwischen Batterie- und Netzbetrieb hin und her schaltet.
  • sich die Helligkeit des Displays sporadisch ändert, hin und her schaltet.
  • der DC-Stecker am Notebook sehr heiß wird.

Sie können Ihre Diagnose noch erhärten indem Sie

  • bei Notebook mit herausnehmbarem Akku, diesen entfernen. Lässt sich das Notebook jetzt nicht mehr einschalten oder geht es bei leichtem Wackeln am Zuleitungskabel sofort aus, gibt es ein Problem in der Stromversorgung.
  • bei Notebooks mit fest verbautem Akku: Können Sie die Stromversorgung / Akkuaufladung nur stabil erreichen indem Sie das Zuleitungskabel in einem bestimmten Winkel halten oder gegen den Stromstecker drücken müssen, sollten Sie den PC-Doc aufsuchen.
  • durch eine Sichtprüfung feststellen, ob ein früher vorhandener Mittel-Pin fehlt, dieser verbogen, auffällig beschädigt oder lose ist.

Natürlich kann jetzt immer noch ein Problem mit dem Netzteil vorliegen, allerdings sind diese vergleichsweise eher seltener der Fall, da Netzteile durch vergossene Kabelanschlüsse und Stecker mit Knickschutz recht gut gegen mechanische Überbeanspruchung geschützt sind. Im Zweifel hat der PC-Doc entsprechende Messtechnik um die Fehlerursache herauszufinden.

Der direkte Einbau eines Netzteils in ein Notebook würde zahlreiche Probleme bereiten. Unter anderem durch zusätzliche, nicht unerhebliche Erhitzung, wegen der dann hohen Spannung von 220 V im Gerät wären zusätzliche elektrische Schutzmaßnahmen nötig und natürlich würden Notebooks dann auch schwerer werden. Also braucht man ein externes Netzteil das bedarfsweise flexibel mit dem Notebook verbunden werden kann.

Der elektrische Kontaktschluss zwischen Netzteil und Notebook erfolgt über Metallkontakte die federnd gelagert sind und gegeneinander gedrückt werden. Diese sind in der Regel oberflächenveredelt um Übergangswiderstände (und damit Verluste in Form von Wärmeentwicklung) möglichst gering zu halten.

Gleichzeitig ist die Verbindung über einen Hohlstecker am anfälligsten für mechanische Beschädigungen. Da diese durchaus dramatische Auswirkungen haben können, will ich mich damit etwas näher beschäftigen. Ich möchte Ihnen ein Gefühl dafür geben, wodurch und wie leicht es zu mechanischen Beschädigungen an DC-Buchsen kommen kann.

Handskizze zum Aufbau einer Kombination aus Hohl- Stecker und –Buchse.
Buchse links, Stecker rechts, Pluspol in Rot, Minuspol oder auch Masse in schwarz.
Grün, Platinenmaterial.

Die mechanische Belastung in einer solchen Kombination erklärt sich durch einfache Physik. Die hier auftretenden Kräfte lassen sich sehr leicht über das Hebelgesetz erklären und näherungsweise gut kalkulieren. Das Hebelgesetz beschreibt ein System von Hebeln die sich im Gleichgewicht befinden und leitet daraus folgende Formel ab:

F1 * l1 = F2 * l2

Wobei F die Kraft und l die Länge des Hebels ist. Beide beziehen sich auf einen Drehpunkt, an welchem die Kräfte ein entsprechendes Drehmoment entwickeln. In der Skizze oben habe ich den Drehpunkt mit D bezeichnet. Er befindet sich an der hinteren, unteren Kante der eingelöteten DC-Buche. Den Punkt des Übergangs des Pluspoles aus dem DC-Buchsen
Gehäuse habe ich mit K (dem Knackpunkt) bezeichnet. Ich komme später noch darauf zurück. Insgesamt haben wir es hier mit einem System mehrerer Hebel und unterschiedlicher Kraftwirkungen zu tun.

Zur Veranschaulichung der Größenordnungen betrachte ich dieses System als das eines einseitigen Hebels. In diesem System wirken 2 Kräfte. Die eine ist diejenige die benötigt wird um die eingelötete DC-Buchse in Ihrer Position zu halten (F2) und die andere ist die, die Sie aufwenden müssten um diese aus der Verankerung zu reißen (F1). Für die Veranschaulichung ist es unerheblich ob ich als Maßeinheit der Kräfte Newton oder Kg verwende. Der Umrechnungsfaktor auf der Erde ist 9,8 und da ich auf beiden Seiten der Formel dieselben Einheiten verwende …

Ein Laptop wiegt durchschnittlich mit Akku etwa 4 Kg. Dies ist also mindestens die Kraft die ich aufwenden muss um dieses Laptop hoch zu heben (Actio – Reactio). Die Abstände werden für l1 mit etwa 4 cm und für l2 mit etwa 1 cm ermittelt. Wenn Sie über das Stromkabel stolpern, wird Ihr Laptop nicht einfach nur hoch gehoben, sondern es macht sicher einen kleinen Hüpfer. Unter Beachtung von Trägheit und Impuls darf davon ausgegangen werden, dass die dabei wirkenden Kräfte noch um ein Vielfaches höher sein dürften, als beim einfachen anheben. Im betrachteten Fall heben wir es einfach nur hoch. Mich interessiert Kraft F2, die dabei auf die DC-Buchse wirkt.

Also fix die Formel umgestellt:
F2 = (F1 * l1) / l2
F2 = (4 Kg * 4 cm) / 1 cm
F2 = 16 Kg

Das ist der Moment wo Sie durch drücken und biegen des Steckers den Laptop überreden können den Akku immer noch mal zu laden oder auch noch weiter in Betrieb zu bleiben. Luft ist allerdings ein sehr schlechter elektrischer Leiter und durch das zusammen drücken dieser Bruchstelle kommt es zu erheblichen Stromspitzen und zu Abrissfunken. Wenn Sie so weiterfahren kann es in der Folge zu erheblichen Beschädigungen am Laptop kommen. Denn die Stromspitzen können einzelne Bauelemente oder auch das Netzteil/Ladegerät zerstören. Abrissfunken und die damit verbundenen hohen Ströme führen zu einer beträchtlichen Erhitzung rund um die DC-Buchse.

Dringend abzuraten ist auch von Lösungen mit der Heißklebepistole. Bei folgendem Modell hatte sich ein Hobbyelektroniker mit einem solchen Werkzeug versucht.
Künstlerisch wertvoll, praktisch nutzlos.

Zum Schluss noch ein ganz anderer Fall einer defekten Stromversorgung. Bei einigen Laptops ist die DC-Buchse in einem Scharnier verbaut. Durch das öffnen und schließen des Displays wurden die angelöteten Litzedrähte wieder und wieder, hin und her gebogen. Dadurch ist bei den Drähten Litze um Litze gebrochen. Der Strom floss entsprechend mehr und mehr durch einen immer kleiner werdenden Kabelquerschnitt. Dies führte dazu, dass im inneren des Laptops, an der Buchsen-Leiste der Stromversorgung auf dem Mainboard Verschmorungen auftraten.

Zusammenfassung: Im täglichen Gebrauch sollten Sie beim anstecken des Stromkabels mit möglichst wenig Gewalt hantieren. Vermeiden Sie unbedingt das knicken oder schräg ziehen an Stromkabeln, sowie an Steckern und Buchsen. Sie leiten damit teilweise erhebliche Kräfte in das Innere Ihres Laptops. Beschädigungen an DC-Buchsen können zum Totalverlust des Notebook/Laptop führen. Rechtzeitig erkannt, können diese Defekte meist unkompliziert behoben werden.

Bei etwas Aufmerksamkeit (Helligkeitsänderungen im Display, flackernde oder erloschene Lade-LED, heiß werdende DC-Stecker) können Sie selbst einen drohenden DC-Buchsen Schaden erkennen. Wenden Sie sich in solchen Fällen an den PC-Doc Ihres Vertrauens und es kann rechtzeitig Abhilfe geschaffen werden.

Ihr / Euer Schrauber Mike
[testen ist feige]

Google Chrome „Updates sind durch den Administrator deaktiviert“ und andere Updatefehler

Ausgangslage: Ein eingeliefertes Notebook war „verseucht“ mit Adware, Malware, Spyware und Viren wie Trojanern. Nach der Bereinigung von diesen Schädlingen gehört es bei uns auch dazu alle Internet-Browser von Schadanwendungen zu bereinigen und sie auf aktuellen Stand zu bringen. Dabei haben wir im Google-Chrome die Nachricht „Updates sind durch den Administrator deaktiviert“ vorgefunden.

Lösung: Zunächst ermitteln Sie den Update – Status von Google Chrome indem Sie

1. auf das Menu – Logo oben rechts klicken und dann
2. in dem Popup Menu auf den Menupunkt „Über Google Chrome“ klicken.

Überflüssig zu sagen, dass Sie an der Stelle natürlich mit dem internet verbunden sein müssen. Sobald Sie den Menupunkt aufrufen beginnt Chrome mit der Updatesuche.

Nachdem die Updatesuche abgeschlossen ist wird das Ergebnis angezeigt. Entweder ist Ihr Broser aktuell oder es werden gleich automatisch Updates installiert oder Sie erhalten eine Fehlermeldung.

Erhalten Sie eine Fehlernummer oder die Information „Aktualisierungsserver nicht verfügbar“ dann erhalten Sie hier weitere Informationen bei Chrome Fehlermeldungen nach Zahlen.

Nach meiner Erfahrung können Sie die angegebenen Lösungen ausprobieren, häufig aber sind Sie schneller wenn Sie Google Chrome einfach deinstallieren und dann wieder neu installieren. Achten Sie darauf bei der Deinstallation nicht versehentlich Ihre Benutzerdaten zu löschen. Der ganze Vorgang dauert kaum länger als 5 Minuten.

Sind „Updates … durch den Administrator deaktiviert“, dann können Sie diesen Fehler durch die schnelle Änderung eines Wertes in der Registry beheben.

Wer sich mit der Registry auskennt und weis was zu tun ist, dem sei hier die Kurzform gegeben:

1. Öffnen Sie die Registry und ändern Sie im Registryeintrag
2. HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Update\ den Wert von ‚UpdateDefault‘ auf 1 und
3. aktualisieren Sie die „Über Google Chrome“ Seite (z.Bsp. mit F5)

Das Ganze etwas ausführlicher und anschaulich:

Um die Regsitry zu öffnen drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste]-R. In Windows 8 wechseln Sie vorher in den Desktopmodus. Es öffnet sich das Ausführen Fenster. Tragen Sie hier ‚regedit‘ ein und bestätigen Sie die Eingabe mit [enter]. Regedit kann immer nur als Administrator ausgeführt werden, bestätigen Sie die folgende Abfrage zu Ausführung und gegben Sie gegebenenfalls das Administratorpasswort ein.

In der Reihenfolge:

1. Klicken Sie sich durch den Verzeichnisbaum links bis in das Registryverzeichnis HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Update\,
2. Doppelklick auf den Wert „UpdateDefault“ öffnet ein Popupmenu,
3. Ein Klick auf den Punkt „Ändern“ öffnet ein Bearbeitungsfenster,
4. In dem Fenster wird der Wert 1 eingetragen und mit einem Klick auf den Button OK wird der Wert in die Registry übernommen.

Registrywerte werden immer sofort geschrieben. Sie brauchen also im Chrome – Browser nur den Menupunkt zur Updateaktualisierung erneut aufrufen oder einfach mit der F5-Taste zu aktualisieren. Sofort wird ein Update ausgeführt. Gelingt dies nicht oder erhalten Sie jetzt eine andere Fehlernachricht, dann hilft besser deinstallieren und neu installieren.

Zum Schluß noch ein Hinweis: Die Nachricht „Updates durch den Administrator deaktiviert“ haben wir bislang immer nur im Zusammenhang mit dem Befall des Rechners durch Adware oder Malware gehabt. Sie sollten sich also in jedem Falle auch mit dem Gedanken befassen das Ihr Rechner von Schadsoftware befallen sein kann.

Viel Spaß und viel Glück

Schrauber Mike
[testen ist feige]

Wie man das Windows-System wartet und fit hält, auch ohne „Tuning Cleaner“

Ausgangslage:

Langsam laufende Rechner / Laptops landen bei uns zur Systemwartung. Häufig sind diese dann mit einer ganzen Sammlung von Cleaning und Tuning Programmen bepflastert.

Lösung:

Bei aller Berechtigung von Cleaning und Tuning Tools, sie werden so excessiv vertrieben das sie dem Nutzer geradezu als Allheilmittel erscheinen müssen. Als Allererstes sollten Sie sich als Benutzer solcher Tools erst einmal mit den Programmen beschäftigen und wenn Sie es verstanden haben, wirklich verstanden haben, was diese da tun, können Sie sich immer noch die Vollversion kaufen. Ich weis überhaupt nicht warum fast all diese Programme so maßlos auf die Registry einschlagen. Natürlich kann ich aus einem Telefonbuch solange Einträge streichen, bis nur noch die drei drin stehen, die ich immer wieder anrufe. Aber das ist dann wohl kaum der Sinn eines Telefonbuchs. Also, bevor Sie direkt selbst oder mit Hilfe von Programmen an die Registry gehen, sollten Sie sich erst einmal um folgende wichtige Punkte kümmern.

  1. Prüfen der Aktualität des Systems. (Windows Update prüfen)
  2. Befreien Sie Ihr System von Toolbars, halten Sie den Internet Explorer aktuell. (Auch wenn Sie ein Freund des Fuchses oder der Oper sind)
  3. Löschen Sie regelmäßig temporäres Dateigerümpel. (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Datenträgerbereinigung)
  4. Halten Sie Ihre Antivirensoftware aktuell und installieren Sie nur 1 (in Worten: ein) Antivirenprogramm.
  5. Prüfen der Fragmentierung in größeren Abständen. Zum Beispiel mit dem kostenlosen O&O Defragmentierprogramm.

Darüber hinaus gibt es noch einiges mehr was man unternehmen könnte. (Auflösen archivierter Benutzer – Verzeichnisse, Dateisystemprüfungen etc.) Für all das muss nicht in der Registry rumgebastelt werden. Und all das erreicht eine höhere Wirkung als die Abschaltung angeblich unnützer Registry-Funktionen.

Die folgenden screenshots stammen alle von einem Rechner und sagen mehr als alle Worte. Nachdem wir das System genau in den vorgenannten Punkten überarbeitete hatten, arbeitete das System wieder problemlos und zügig. Die Registry musste allerdings erst noch repariert werden.

Also viel Erfolg und alles Gute, SchrauberMike [testen ist feige]

Galerie

Zum Vergleich haben wir mal ein solch buntes Tuning-Cleaning-Tool eingeblendet. Sehen Sie selbst was das gefunden hat und was Sie im Vergleich dazu mit einfachen Windows Tools erreichen können.

1. Das System aktuell halten.

Zunächst wurde erst einmal das Servicepack 2 und weitere über 100 Service- sowie Sicherheitsupdates installiert. Wenn Ihnen das System erklärt es wäre aktuell, führen Sie ruhig noch einmal eine Updatesuche aus.

2. Internet-Explorer aktuell halten, auch wenn Sie Ihn nicht benutzen.

Der Internet Explorer wurde auf Version 9 aktualisiert und von all den „nützlichen“ Toolbars befreit.

3. Mit temporären Dateien, noch nicht endgültig gelöschten Daten und sonstigem Ballast aufräumen.

Die Datenträgerbereinigung schafft richtig Platz (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Datenträgerbereinigung).

4. EIN Antivirenprogramm installieren.

EIN Antivirenprogramm sollte installiert sein. Danach brauchen Sie auch keine anderen, besseren, weiteren, kostenloseren … Auch nie nicht mal einfach so zum testen. Schon gar nicht für einen kostenlosen Virenscan. Antivirenprogramme greifen nun einmal erheblich ins System ein. Halten Sie es dann einfach aktuell, tägliche Updates der Virensignaturen und gelegentlich auf Produktupdates prüfen.

5. Prüfen Sie in größeren Abständen die Fragmentierung der Festplatte.

Zum defragmentieren wurde auf das kostenlose Defragmentierungsprogramm von O&O zurückgegriffen. Ein ganz ausgezeichnetes Tool. Es geht aber auch mit dem Windows Systemprogramm ‚Defragmentierung‘ (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Defragmentierung).

Mac OS X Passwort vergessen / neu setzen ab Version OS X Jaguar (10.2)

Ausgangslage:

Wir hatten einen Mac zur Reparatur, weil das Display nur kurz aufflackerte, schließlich kein Bild mehr kam, der Apple-Sound ertönte und erst nach einer beträchtlichen Zeit das Desktop nur noch schemenhaft erschien. Außerdem sollten wir das System einer Wartung unterziehen, weil es öfters zu Abstürzen kam, Softwareupdates ausgeführt werden sollten und das System insgesamt sehr langsam lief.

Lösung:

Das ausbleiben der Displayanzeige bzw. die nur schemenhafte Anzeige war auf eine defekte Hintergrundbeleuchtung (bei diesem Model der CCFL) zurück zu führen. Die Reparatur war also schnell ausgeführt.

Was nun das langsame System anging so lag dies an Fehlern im Rechte – Management und im Dateisystem. Diese ließen sich aber unkompliziert mit dem Festplattendienstprogramm beheben. Tip am Rande: wenn Fehler im Rechte – Management und im Dateisystem gefunden wurden, müssen Sie die Diagnose und Fehlerbehebung ggf. mehrfach ausführen, bis keine Fehler mehr diagnostiziert werden oder repariert werden können.

Nach verschiedenen Updates mehrerer Programme sollten nun auch noch die Systemprogramme geupdatet werden. Wenn bis hierher alles ohne Komplikationen ablief, stand dem Update der Systemsoftware die Frage nach dem Passwort entgegen. Die Frage an unseren Kunden brachte allerhand Rätselraten, aber kein gültiges Passwort. Was also tun

Wenn für diesen Benutzer kein Passwort zu errätseln ist, dann muss man eben einen weiteren Benutzer benutzen oder anlegen, der mit seinen Administratorrechten das Passwort des vorhandenen Benutzers zurücksetzen kann. Da für den aktuellen Benutzer dieser Bereich aber genauso Passwortgeschützt ist, kann man nicht einfach in die Benutzerverwaltung gehen und einen neuen Benutzer anlegen.

Hat man jetzt noch weitere Administratoraccounts oder eine Installationsdisc dann gibt es hier beim apple-support eine gute Anleitung: http://support.apple.com/kb/HT1274?viewlocale=de_DE

Wenn das alles nicht zur Verfügung steht, dann bleibt einem eigentlich nur noch folgende Lösung:

  1. Mac herunterfahren, ausschalten. ACHTUNG: Haben Sie Ihre Daten verschlüsselt, kann die folgende Methode zum vollständigen Datenverlust führen. Also weiter auf eigene Gefahr.
  2. Um nun einen neuen Benutzer anzulegen müssen Sie in den Single User Modus starten. Dazu halten Sie die Tasten [Cmd] und [S] gedrückt und schalten den Mac ein. Halten Sie die Tasten bis ein schwarzer Bildschirm mit einer Eingabeposition erscheint. Dem sogenannten Unix-Shell Prompt.
  3. ACHTUNG ! Ab hier steht Ihnen nur das US-Tastatur Layout für Ihre Eingaben zur Verfügung. Für die nächsten Eingaben ändern sich also Tastenbelegungen: Für das [y] drücken Sie das [z], für das [-] drücken Sie das [ß] und für den [/] drücken Sie das [-].
  4. Haben Sie das Dateisystem vor kurzem nicht mit dem Festplattendienstprogramm geprüft, sollten Sie es spätestens jetzt tun. Dafür geben Sie am Prompt folgendes ein: fsck –fy und bestätigen die Eingabe mit der enter-Taste. Der Befehl führt eine Überprüfung und gegebenenfalls erforderliche Reparaturen am Dateisystem aus. Das kann unter Umständen einige Zeit dauern. Ist dieser Prozess abgeschlossen können Sie die nächsten Befehle eingeben.
  5. Geben Sie jetzt ein: mount –uw / und bestätigen die Eingabe mit der enter-Taste. Die Festplatte wird in den beschreibbaren Modus versetzt.
  6. Nächste Eingabe: rm /var/db/.AppleSetupDone und die Eingabe mit der enter-Taste bestätigen. Die Apple-Datei die dem OS X sagt das es fertig installiert ist wird gelöscht.
  7. Und nun noch: reboot und die Eingabe mit der enter-Taste bestätigen. Der Mac wird neu gestartet.
  8. Beim Neustart geht der Mac jetzt davon aus das die Installation noch nicht abgeschlossen ist und führt die Einrichtung der Benutzereingaben und die Registrierung aus.

Bis zum OS X Lion (10.7) wird vorher noch das Begrüßungsvideo abgespielt.

  1. Legen Sie jetzt also einen neuen User an. Man muss mindestens die Zwangsfelder ausfüllen, kann das aber getrost mit Phantasieangaben machen. Also „Max Mütze“ und so weiter. Falls das MacBook am Netzwerk hängt, werden die Daten sogar ins Netz gejagt. Alles uninteressant, einfach eintragen und weiter gehen. Aus den Namensangaben wird ein Username gebildet dem Sie ein Passwort geben, diesmal aber das Passwort entweder ganz einfach wählen oder aufschreiben. Das Schöne: Dieser User hat Admin-Rechte.
  2. Nachdem Sie jetzt den User angelegt haben, landen Sie in einer Niegel-Nagel-Neuen Benutzeroberfläche und können sich nun um den alten Useraccount kümmern. Den von dem Sie das Passwort vergessen hatten. Über die Menues Apfel – Systemeinstellungen – Benutzer die Benutzerverwaltung aufrufen. In der Liste der Benutzer finden Sie Ihren alten User.
  3. Um Änderungen machen zu können auf das Schloss klicken. Ihr Passwort wird abgefragt (das, das Sie gerade erstellt haben) und Sie haben Zugriff auf den anderen, alten User. Den alten User markieren und rechts auf den Button „Kennwort zurücksetzen“ klicken. Neues Kennwort eingeben und bestätigen.
  4. Jetzt melden Sie den neu angelegten User ab (via Apfel – neuer User abmelden) und landen in der Benutzeranmeldung. Dort finden Sie Ihren alten User bei dem Sie sich jetzt mit dem gerade bestimmten neuen Passwort wieder anmelden können.
  5. „Ich bin drin !“ – und zu Guter letzt wird natürlich noch aufgeräumt. Alte Schule, und so. Über Apfel – Systemeinstellungen – Benutzer in die Benutzerverwaltung. Das Schloss geöffnet (mit ihrem neuen Passwort geht das ja jetzt). In der Liste der Benutzer den gerade neu angelegten Benutzer markiert. Unter der Liste auf das „–„ geklickt und der Benutzer kann und wird gelöscht werden.

Viel Spaß und Erfolg,
SchrauberMike
[testen ist feige]

Wie fange ich mir Viren ein – Möglichkeit 1 – Popup Werbung

Ausgangslage:

Immer wenn wir mal wieder einen PC / Laptop von Viren / Trojanern / Würmern und/oder anderem Viehzeugs befreit haben, kommt von unseren Kunden die Frage „Wie habe ich mir denn diese Viren eingefangen?“

Lösung:

Die Einfallsmöglichkeiten von Viren / Trojanern und ähnlichem sind so vielfältig wie die Phantasie derjenigen die eben solche herstellen und verteilen.

Grundsätzlich gilt: Viren, Trojaner, Würmer, Malware, Spyware etc. installieren Sie sich immer selbst.

Das ist uns Anlass in unregelmäßiger Reihenfolge Einfallstüren für Trojaner und Co. zu beschreiben.

Möglichkeit 1 – Popup Werbung

Popups sind kleine Fenster mit Werbung, die sich beim Betreten von Webseiten öffnen. Normalerweise klickt man die Werbung an (wenn es einen interessiert) oder eben nicht. Wer jetzt meint die gewohnte Windowsumgebung vor sich zu haben und das Fenster zu schließen indem man auf das Kreuz oben rechts klickt, irrt unter Umständen ganz gewaltig.

VORSICHT FALLE !

Es gibt Werbefenster die genau diesen Reflex ausnutzen um Sie auszutricksen.

Das Fenster öffnet sich mit dem relativ gewohnten Fenstermenue oben rechts.

Wer jetzt einfach auf das Kreuz oben rechts klickt hat verloren. Erst wenn Sie mit dem Mauszeiger einen moment auf dem Kreuz stehen bleiben erscheint ein Hilfstext, der Ihnen sagt was eigentlich passiert. „Im Hintergrund öffnen“ – Wenn das Fenster einen Virus enthält ist der ab jetzt installiert.

Erst wenn Sie mit dem Mauszeiger einen Moment auf dem Karo Button bleiben, erhalten Sie den Hinweis das dieser Button das Fenster schließt. Intuitiv hätten Sie wahrscheinlich gedacht das dieser Button das Fenster Maximiert.

Die Werber beabsichtigen damit nicht die Installation von Viren. Sie wollen das Fenster lediglich im Hintergrund öffnen um es Ihnen zu zeigen wenn Sie Ihren internet-browser schließen und Ihnen so die Werbung noch einmal vorführen. Für Inhalte solcher Werbefenster kann aber kaum ein Anbieter wirklich garantieren. Anbieter solcher Fenster stellen nur die (zugegebenermaßen etwas trickreiche) Umgebung zur Verfügung.

Also Popup-Blocker an oder genau aufpassen was beim klicken auf Buttons so passiert. Den Popupblocker schalten Sie in der Regel in den Extra – Menues der Internetbrowser ein. Machen Sie sich schlau.

Augen auf im Internet,
SchrauberMike
[testen ist feige]

Kaspersky lässt sich nicht aktivieren, SSL Verbindung lässt sich nicht herstellen

Ausgangslage:

Kaspersky wurde neu erworben und soll nun nach der Installation aktiviert werden. Der gekaufte Aktivierungscode lässt sich eintragen, wenn dann die Verbindung zu Kaspersky hergestellt werden soll, kommt die folgende Fehlernachricht:

Lösung:

Um die Aktivierung vorzunehmen wird eine sichere SSL-Verbindung benötigt. Lässt diese sich nicht herstellen, ist sehr wahrscheinlich der Arbeitsstationsdienst (auch Workstation – Dienst) nicht gestartet.

Klicken Sie sich durch bis in die Dienste – Verwaltung.
XP: Start / Systemsteuerung / Leistung und Wartung / Verwaltung / Dienste
Vista, Win7: Start / Systemsteuerung / System und Sicherheit / Verwaltung / Dienste

Die Einstellungen für den Arbeitsstationsdienst sollten so aussehen wie abgebildet. Wollen Sie Werte ändern dann rechtsklicken Sie auf den Dienst und wählen im Popup – Menu die Funktion Eigenschaften aus. Dort die Werte ändern, übernehmen und den Dienst starten. Lässt sich der Dienst so nicht starten, ist der Eintrag in der Registry unvollständig oder fehlerhaft.

Siehe Windows Dienste reparieren (Beispiel Arbeitsstationsdienst)

Viel Spaß und Erfolg,
SchrauberMike
[testen ist feige]

Windows Dienste reparieren (Beispiel Arbeitsstationsdienst)

Ausgangslage:

Wie schon in anderen Fällen geschildert, können nicht funktionierende Dienste einem den letzten Nerv rauben, wenn es zum Beispiel darum geht eine Antivirensoftware per sicherer SSL-Verbindung zu aktivieren.

Dienste laufen in der Regel im Hintergrund und organisieren die Arbeit des Systems, stellen nützliche Funktionen zur Verfügung etc. Was die jeweiligen Dienste bewirken steht in der Regel in der Dienst-Beschreibung. Diese findet sich, neben der Möglichkeit bestimmte Parameter von Diensten einzustellen (per Rechtsklick-Menu / Eigenschaften), in der Dienst-Verwaltung.

Um diese aufzurufen klicken Sie sich durch wie folgt:
XP: Start / Systemsteuerung / Leistung und Wartung / Verwaltung / Dienste
Vista, Win7: Start / Systemsteuerung / System und Sicherheit / Verwaltung / Dienste

Lösung:

Das der Aufruf eines Dienstes beschädigt sein könnte lässt sich einfach dadurch feststellen, das er in der Dienst-Verwaltung gestoppt ist und nicht gestartet werden kann. Welcher Dienst, welche Dienste geprüft werden müssen hängt vom konkreten Fall ab. Hierzu ist lesen und recherchieren erforderlich, nur teilweise lässt sich aus der Dienst-Beschreibung ableiten wofür dieser zuständig ist.

Im Beispiel ließ sich der Arbeitsstationsdienst nicht mehr starten, wodurch der Aufbau einer sicheren SSL-Verbindung nicht mehr möglich war und sich so ein Antivirenprogramm nicht aktivieren ließ. Die Dienst-Beschreibung des Arbeitsstationsdienstes war nur bedingt hilfreich, glücklicherweise teilte der Hersteller des Antivirenprogramms auf seiner Homepage mit, dass es an diesem Dienst liegt wenn sich keine SSL Verbindung mehr aufbauen lässt. Allerdings ließ sich im vorhandenen System genau dieser Dienst nicht mehr starten.

Also vor der Reparatur liegt die Recherche. Wem das allerdings zu umständlich oder zu aufwendig ist, dem bleibt dann aber auch meistens nur übrig sein System neu auf zu setzen. Denn,

nicht mehr funktionierende Dienste gehen in aller Regel auf eine beschädigte Registry zurück.

Es ist eher unwahrscheinlich das im Systemordner DLL-Dateien gelöscht worden sind. Meistens werden Dienst-Einträge in der Registry durch alle möglichen Programme während der Installation / De-Installation „verbogen“ oder „verstümmelt“.

Solche Verstümmelungen lassen sich am Besten feststellen indem man einen zweiten PC / Notebook mit dem gleichen Betriebssystem nimmt und die entsprechenden Einträge einfach vergleicht. Wenn einem selbst kein zweites System zur Verfügung steht, vielleicht hat ja ein Freund eines. Dabei müssen nicht unbedingt die selben Programme installiert sein. Es genügt wenn zum Beispiel bei einem XP einfach ein zweites XP für den Vergleich zur Verfügung steht. Dort sollte der entsprechende Dienst allerdings laufen.

Zum Aufruf des Registry – Editors wie folgt vorgehen:
XP: Start / Ausführen / „regedit“ in die Kommandozeile eingeben und mit [enter] starten.
Vista, Win7: Start / Im Suchfeld „regedit“ eingeben und mit [enter] starten

Nach kurzer Recherche im google-web [„xp registry eintrag für arbeitsstationsdienst“] findet sich das Verzeichnis in dem der Eintrag für den Arbeitsstationsdienst zu finden ist:

HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\ CurrentControlSet\ Services\ LanmanWorkstation.

Links im Verzeichnisbaum durchklicken und der schrittweise Vergleich der einzelnen Einträge mit dem 2.System brachte dann die Erkenntnis das im Ordner „Parameters“ der Eintrag der aufzurufenden DLL fehlte: (%SystemRoot%\System32\wkssvc.dll ).

Rechtsklick im Wertefeld, einen neuen Wert ausgewählt und den fehlenden Parameter so eingetragen wie auf dem 2. System. Die Menuauswahl bestimmt den Typ: Wert der erweiterbaren Zeichenfolge = REG_EXPAND_SZ . Mit Klick auf den Menupunkt wird der neue Wert angelegt und Sie geben Ihm den selben Namen wie auf dem 2. System: ServiceDll. Mit [enter] die Eingabe abschließen.

Jetzt muss dem neuen Wert noch der Inhalt zugewiesen werden. Dazu einen Rechtsklick auf den neu angelegten Wert Name, im Popup-Menu den Punkt Ändern angeklickt und es erscheint das Eingabefenster „Zeichenfolge bearbeiten“. In der Zeile Wert den selben Verzeichnispfad eingeben wie auf dem 2.System.

Um ganz sicher zu gehen können Sie auf Ihrem System, im Verzeichnis windows\system32 nachschauen ob dort die Datei wkssvc.dll auch tatsächlich vorhanden ist.

Den Wert mit OK gespeichert, Registry – Editor geschlossen und der Dienst ließ sich starten. Die SSL – Verbindung konnte aufgebaut werden und die Softwareaktivierung war eine Sache von Sekunden.

Viel Spaß und Erfolg,
SchrauberMike
[testen ist feige]

Humor ist wenn man trotzdem lacht: Grafikkarteneinbau einmal anders

Ausgangslage: Ein eingeliefertes Notebook mit dem Fehler: „Macht kein Bild.“

Lösung: Die nachfolgend kurz kommentierten Bilder sagen alles (Eigentlich alles Ohne Worte).
Ein Highlight dafür wie man es überhaupt nicht machen sollte:

Bild 1: Bis auf ein paar fehlende Schrauben und ein etwas großer Schraubenkopf unten links ..?…?

Bild 2: MmmmmH … das ist doch eine Metalltreibschraube ..? von einem Desktopgehäuse …?

Bild 3: Sparsamer Umgang mit Wärmeleitpaste zeichnet einen effektiven Materialeinsatz aus.
Hier wird aber soviel gespart das es nicht einmal zur gewünschten Wärmeleitung kommen kann
und die Wärmeleitpads haben auch schon bessere Zeiten erlebt ……

Bild 4: Wo gehobelt wird da fallen Späne. Hier sogar welche aus Kupfer.
Gleich daneben liegen dann 19 V / 4,7 A an.

Unnötig zu sagen das wir hier nicht helfen konnten. Der Kunde hatte sicher ein interessantes Gespräch mit dem vorhergehenden „Oparateur“. 

Viel Spaß und Erfolg, SchrauberMike [testen ist feige]