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DC-Buchsen Problem

Eine DC-Buchse, oder Stromversorgungsbuchse, ist der Schnittpunkt für die Stromversorgung von Laptops. DC ist eine Abkürzung, kommt aus dem englischen und bedeutet Direct Current, übersetzt: Gleichstrom. Notebooks werden auch als Laptop bezeichnet.

DC – Hohlstecker und Buchsen

DC-Buchsen sind der Anschlusspunkt eines Notebooks an die Stromversorgung. In der Praxis entstehen an dieser Schnittstelle häufig Probleme durch ihre mechanische Beanspruchung. Bevor ich mich etwas näher mit diesem Thema befasse: Bei welchen Symptomen sollte ich den PC-Doc, wegen eventueller Probleme an der DC-Buchse, aufsuchen?

Wenn bei angestecktem Netzteil

  • am Notebook die Lade-LED unregelmäßig flackert oder ausgeschaltet bleibt.
  • im laufenden Betrieb die Ladeanzeige zwischen Batterie- und Netzbetrieb hin und her schaltet.
  • sich die Helligkeit des Displays sporadisch ändert, hin und her schaltet.
  • der DC-Stecker am Notebook sehr heiß wird.

Sie können Ihre Diagnose noch erhärten indem Sie

  • bei Notebook mit herausnehmbarem Akku, diesen entfernen. Lässt sich das Notebook jetzt nicht mehr einschalten oder geht es bei leichtem Wackeln am Zuleitungskabel sofort aus, gibt es ein Problem in der Stromversorgung.
  • bei Notebooks mit fest verbautem Akku: Können Sie die Stromversorgung / Akkuaufladung nur stabil erreichen indem Sie das Zuleitungskabel in einem bestimmten Winkel halten oder gegen den Stromstecker drücken müssen, sollten Sie den PC-Doc aufsuchen.
  • durch eine Sichtprüfung feststellen, ob ein früher vorhandener Mittel-Pin fehlt, dieser verbogen, auffällig beschädigt oder lose ist.

Natürlich kann jetzt immer noch ein Problem mit dem Netzteil vorliegen, allerdings sind diese vergleichsweise eher seltener der Fall, da Netzteile durch vergossene Kabelanschlüsse und Stecker mit Knickschutz recht gut gegen mechanische Überbeanspruchung geschützt sind. Im Zweifel hat der PC-Doc entsprechende Messtechnik um die Fehlerursache herauszufinden.

Der direkte Einbau eines Netzteils in ein Notebook würde zahlreiche Probleme bereiten. Unter anderem durch zusätzliche, nicht unerhebliche Erhitzung, wegen der dann hohen Spannung von 220 V im Gerät wären zusätzliche elektrische Schutzmaßnahmen nötig und natürlich würden Notebooks dann auch schwerer werden. Also braucht man ein externes Netzteil das bedarfsweise flexibel mit dem Notebook verbunden werden kann.

Der elektrische Kontaktschluss zwischen Netzteil und Notebook erfolgt über Metallkontakte die federnd gelagert sind und gegeneinander gedrückt werden. Diese sind in der Regel oberflächenveredelt um Übergangswiderstände (und damit Verluste in Form von Wärmeentwicklung) möglichst gering zu halten.

Gleichzeitig ist die Verbindung über einen Hohlstecker am anfälligsten für mechanische Beschädigungen. Da diese durchaus dramatische Auswirkungen haben können, will ich mich damit etwas näher beschäftigen. Ich möchte Ihnen ein Gefühl dafür geben, wodurch und wie leicht es zu mechanischen Beschädigungen an DC-Buchsen kommen kann.

Handskizze zum Aufbau einer Kombination aus Hohl- Stecker und –Buchse.
Buchse links, Stecker rechts, Pluspol in Rot, Minuspol oder auch Masse in schwarz.
Grün, Platinenmaterial.

Die mechanische Belastung in einer solchen Kombination erklärt sich durch einfache Physik. Die hier auftretenden Kräfte lassen sich sehr leicht über das Hebelgesetz erklären und näherungsweise gut kalkulieren. Das Hebelgesetz beschreibt ein System von Hebeln die sich im Gleichgewicht befinden und leitet daraus folgende Formel ab:

F1 * l1 = F2 * l2

Wobei F die Kraft und l die Länge des Hebels ist. Beide beziehen sich auf einen Drehpunkt, an welchem die Kräfte ein entsprechendes Drehmoment entwickeln. In der Skizze oben habe ich den Drehpunkt mit D bezeichnet. Er befindet sich an der hinteren, unteren Kante der eingelöteten DC-Buche. Den Punkt des Übergangs des Pluspoles aus dem DC-Buchsen
Gehäuse habe ich mit K (dem Knackpunkt) bezeichnet. Ich komme später noch darauf zurück. Insgesamt haben wir es hier mit einem System mehrerer Hebel und unterschiedlicher Kraftwirkungen zu tun.

Zur Veranschaulichung der Größenordnungen betrachte ich dieses System als das eines einseitigen Hebels. In diesem System wirken 2 Kräfte. Die eine ist diejenige die benötigt wird um die eingelötete DC-Buchse in Ihrer Position zu halten (F2) und die andere ist die, die Sie aufwenden müssten um diese aus der Verankerung zu reißen (F1). Für die Veranschaulichung ist es unerheblich ob ich als Maßeinheit der Kräfte Newton oder Kg verwende. Der Umrechnungsfaktor auf der Erde ist 9,8 und da ich auf beiden Seiten der Formel dieselben Einheiten verwende …

Ein Laptop wiegt durchschnittlich mit Akku etwa 4 Kg. Dies ist also mindestens die Kraft die ich aufwenden muss um dieses Laptop hoch zu heben (Actio – Reactio). Die Abstände werden für l1 mit etwa 4 cm und für l2 mit etwa 1 cm ermittelt. Wenn Sie über das Stromkabel stolpern, wird Ihr Laptop nicht einfach nur hoch gehoben, sondern es macht sicher einen kleinen Hüpfer. Unter Beachtung von Trägheit und Impuls darf davon ausgegangen werden, dass die dabei wirkenden Kräfte noch um ein Vielfaches höher sein dürften, als beim einfachen anheben. Im betrachteten Fall heben wir es einfach nur hoch. Mich interessiert Kraft F2, die dabei auf die DC-Buchse wirkt.

Also fix die Formel umgestellt:
F2 = (F1 * l1) / l2
F2 = (4 Kg * 4 cm) / 1 cm
F2 = 16 Kg

Das ist der Moment wo Sie durch drücken und biegen des Steckers den Laptop überreden können den Akku immer noch mal zu laden oder auch noch weiter in Betrieb zu bleiben. Luft ist allerdings ein sehr schlechter elektrischer Leiter und durch das zusammen drücken dieser Bruchstelle kommt es zu erheblichen Stromspitzen und zu Abrissfunken. Wenn Sie so weiterfahren kann es in der Folge zu erheblichen Beschädigungen am Laptop kommen. Denn die Stromspitzen können einzelne Bauelemente oder auch das Netzteil/Ladegerät zerstören. Abrissfunken und die damit verbundenen hohen Ströme führen zu einer beträchtlichen Erhitzung rund um die DC-Buchse.

Dringend abzuraten ist auch von Lösungen mit der Heißklebepistole. Bei folgendem Modell hatte sich ein Hobbyelektroniker mit einem solchen Werkzeug versucht.
Künstlerisch wertvoll, praktisch nutzlos.

Zum Schluss noch ein ganz anderer Fall einer defekten Stromversorgung. Bei einigen Laptops ist die DC-Buchse in einem Scharnier verbaut. Durch das öffnen und schließen des Displays wurden die angelöteten Litzedrähte wieder und wieder, hin und her gebogen. Dadurch ist bei den Drähten Litze um Litze gebrochen. Der Strom floss entsprechend mehr und mehr durch einen immer kleiner werdenden Kabelquerschnitt. Dies führte dazu, dass im inneren des Laptops, an der Buchsen-Leiste der Stromversorgung auf dem Mainboard Verschmorungen auftraten.

Zusammenfassung: Im täglichen Gebrauch sollten Sie beim anstecken des Stromkabels mit möglichst wenig Gewalt hantieren. Vermeiden Sie unbedingt das knicken oder schräg ziehen an Stromkabeln, sowie an Steckern und Buchsen. Sie leiten damit teilweise erhebliche Kräfte in das Innere Ihres Laptops. Beschädigungen an DC-Buchsen können zum Totalverlust des Notebook/Laptop führen. Rechtzeitig erkannt, können diese Defekte meist unkompliziert behoben werden.

Bei etwas Aufmerksamkeit (Helligkeitsänderungen im Display, flackernde oder erloschene Lade-LED, heiß werdende DC-Stecker) können Sie selbst einen drohenden DC-Buchsen Schaden erkennen. Wenden Sie sich in solchen Fällen an den PC-Doc Ihres Vertrauens und es kann rechtzeitig Abhilfe geschaffen werden.

Ihr / Euer Schrauber Mike
[testen ist feige]

Wie man das Windows-System wartet und fit hält, auch ohne „Tuning Cleaner“

Ausgangslage:

Langsam laufende Rechner / Laptops landen bei uns zur Systemwartung. Häufig sind diese dann mit einer ganzen Sammlung von Cleaning und Tuning Programmen bepflastert.

Lösung:

Bei aller Berechtigung von Cleaning und Tuning Tools, sie werden so excessiv vertrieben das sie dem Nutzer geradezu als Allheilmittel erscheinen müssen. Als Allererstes sollten Sie sich als Benutzer solcher Tools erst einmal mit den Programmen beschäftigen und wenn Sie es verstanden haben, wirklich verstanden haben, was diese da tun, können Sie sich immer noch die Vollversion kaufen. Ich weis überhaupt nicht warum fast all diese Programme so maßlos auf die Registry einschlagen. Natürlich kann ich aus einem Telefonbuch solange Einträge streichen, bis nur noch die drei drin stehen, die ich immer wieder anrufe. Aber das ist dann wohl kaum der Sinn eines Telefonbuchs. Also, bevor Sie direkt selbst oder mit Hilfe von Programmen an die Registry gehen, sollten Sie sich erst einmal um folgende wichtige Punkte kümmern.

  1. Prüfen der Aktualität des Systems. (Windows Update prüfen)
  2. Befreien Sie Ihr System von Toolbars, halten Sie den Internet Explorer aktuell. (Auch wenn Sie ein Freund des Fuchses oder der Oper sind)
  3. Löschen Sie regelmäßig temporäres Dateigerümpel. (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Datenträgerbereinigung)
  4. Halten Sie Ihre Antivirensoftware aktuell und installieren Sie nur 1 (in Worten: ein) Antivirenprogramm.
  5. Prüfen der Fragmentierung in größeren Abständen. Zum Beispiel mit dem kostenlosen O&O Defragmentierprogramm.

Darüber hinaus gibt es noch einiges mehr was man unternehmen könnte. (Auflösen archivierter Benutzer – Verzeichnisse, Dateisystemprüfungen etc.) Für all das muss nicht in der Registry rumgebastelt werden. Und all das erreicht eine höhere Wirkung als die Abschaltung angeblich unnützer Registry-Funktionen.

Die folgenden screenshots stammen alle von einem Rechner und sagen mehr als alle Worte. Nachdem wir das System genau in den vorgenannten Punkten überarbeitete hatten, arbeitete das System wieder problemlos und zügig. Die Registry musste allerdings erst noch repariert werden.

Also viel Erfolg und alles Gute, SchrauberMike [testen ist feige]

Galerie

Zum Vergleich haben wir mal ein solch buntes Tuning-Cleaning-Tool eingeblendet. Sehen Sie selbst was das gefunden hat und was Sie im Vergleich dazu mit einfachen Windows Tools erreichen können.

1. Das System aktuell halten.

Zunächst wurde erst einmal das Servicepack 2 und weitere über 100 Service- sowie Sicherheitsupdates installiert. Wenn Ihnen das System erklärt es wäre aktuell, führen Sie ruhig noch einmal eine Updatesuche aus.

2. Internet-Explorer aktuell halten, auch wenn Sie Ihn nicht benutzen.

Der Internet Explorer wurde auf Version 9 aktualisiert und von all den „nützlichen“ Toolbars befreit.

3. Mit temporären Dateien, noch nicht endgültig gelöschten Daten und sonstigem Ballast aufräumen.

Die Datenträgerbereinigung schafft richtig Platz (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Datenträgerbereinigung).

4. EIN Antivirenprogramm installieren.

EIN Antivirenprogramm sollte installiert sein. Danach brauchen Sie auch keine anderen, besseren, weiteren, kostenloseren … Auch nie nicht mal einfach so zum testen. Schon gar nicht für einen kostenlosen Virenscan. Antivirenprogramme greifen nun einmal erheblich ins System ein. Halten Sie es dann einfach aktuell, tägliche Updates der Virensignaturen und gelegentlich auf Produktupdates prüfen.

5. Prüfen Sie in größeren Abständen die Fragmentierung der Festplatte.

Zum defragmentieren wurde auf das kostenlose Defragmentierungsprogramm von O&O zurückgegriffen. Ein ganz ausgezeichnetes Tool. Es geht aber auch mit dem Windows Systemprogramm ‚Defragmentierung‘ (Start – Programme – Zubehör – Systemprogramme – Defragmentierung).

Zerlegen und Reinigen eines HP Pavilion dv6000 Series

Ausgangslage: Das Gerät wird schon immer sehr heiß, der Lüfter läuft hörbar laut auf maximaler Drehzahl, in den Gehäuseöffnungen unter den Notebook, unter den tasten ist Staub zu sehen. Es ist noch nicht zu Notabschaltungen gekommen, es tauchen noch keine Grafikmuster auf dem Display auf.

Lösung: Höchste Zeit für eine Reinigung. Am Beispiel des HP Pavilion dv zeige ich Euch wie es grundsätzlich funktioniert. Klar das andere Notebooks anders zusammengesetzt sind. Bei dem ein oder anderen kann der Aufwand auch geringer sein. Deshalb das HP Pavilion dv6000, weil man hier zur Reinigung so ziemlich alles bis zur letzten Schraube zerlegen muss.

Vorbreitung: Was wird benötigt ?

  1. weiche Unterlage um Kratzer auf dem Notebook zu vermeiden.
  2. Uhrmacher Gehäuseöffner (alternativ geht auch der Fingernagel oder ein gerader Schraubendreher)
  3. feines Cuttermesser
  4. Schraubendreher min. 1x Kreuz und 1x Gerade
  5. Wärmeleitpaste
  6. Wärmeleitpads 0,5 oder 1 mm

ACHTUNG !!! Bei allen Arbeiten an Baugruppen eines Notebooks / Computers: IMMER im stromlosen Zustand arbeiten und UNBEDINGT auf elektrostatische Erdung achten.
Führen Sie, für sich, für den Tisch auf dem Sie arbeiten und für das Werkzeug mit dem Sie arbeiten, vor Arbeitsbeginn eine elektrostatische Entladung aus.

Erster Schritt, Akku raus und alles an Zubehör. In unserem Fall steckte im ExpressCard-Slot noch eine Fernbedienung.

Generell sollten Sie jedes abgenommene Gehäuseteil und jede abgeschraubte Baugruppe gleich reinigen bzw. vom Staub befreien. Reinigen Sie alles trocken, maximal etwas Reinigungsalkohol verwenden bei besonders hartnäckigen, angetrockneten Verschmutzungen. Staub lässt sich ganz gut mit einem Pinsel nahe der Staubsaugerdüse ab wedeln.

Als nächstes alle Abdeckungen die auf der Unterseite sind, aufschrauben und entfernen.

Vorsichtig die Arbeitsspeicher entfernen. Dazu müssen meist, rechts und links, kleine Haken zur Seite gedrückt werden, der Speicherriegel kippt dann leicht hoch und kann jetzt schräg nach oben aus der Pin-Leiste gezogen werden.

Festplatte und Arbeitsspeicher lassen sich am einfachsten entfernen. Die Festplatte ist gegebenenfalls mit 1 bis 4 Schrauben fixiert und wird dann vorsichtig aus der Steckerleiste gezogen. Achtung, die Festplatte dabei nicht hart anschlagen.

Vorsichtig die Stecker von der WLAN-Karte entfernen indem man sie am Kabel kurz hinter dem Stecker anfässt und leicht nach oben kippt. Die Antennenkabel niemals knicken.

Die W-Lan Karte selbst ist dann mit 1 – 2 Schrauben befestigt. Abschrauben, leicht nach oben kippen und wie schon die Arbeitsspeicher, schräg nach oben aus der Pin-Leiste ziehen.

Wenn alle Teile ausgebaut sind kann das eigentliche Schrauben losgehen. Zunächst werden auf der Unterseite alle Schrauben gelöst und herausgenommen.

Wer sich nicht merken kann wo die Schrauben waren, kann diese im Raster aufstellen, entsprechend der Position am Gerät.

Jetzt kann das Notebook umgedreht werden und es können auf der Oberseite Abdeckungen und Schalterleisten abgenommen werden. Vorsicht beim ablösen von Deck- und Schalterleisten, an ihnen könnten Kabel befestigt sein. Zusätzlich zur Verschraubung von der Unterseite aus, können manche Abdeckungen auch noch ein geklippt sein.

In unserem Fall haben wir drei Kabel (2 Steckerkabel und 1 Flexibles Flachband Kabel) zu entfernen. Bei Flachbandkabeln den Verschluss immer mit Vorsicht öffnen. Abgebrochene Klemmen und Klappen können nur selten und für teures Geld repariert werden. Viele Flachbandkabel sind auch nur für 5 bis 10 – maliges Ein- und Ausstecken gedacht. Dann lösen sich die Leiterbahnen ab.

Nach dem entfernen der Schalterleiste kann nun die Tastatur abgenommen werden. Diese ist meist noch leicht geklemmt oder mit weiteren Schrauben befestigt. Vorsichtig die Tastatur anheben, den Verschluss der Klemmleiste auf dem Board öffnen und das Kabel herausziehen. Auch hier keine Gewalt oder Kraft anwenden. Wenn der Verschluss auf dem Motherboard kaputt ist kann dieser nicht oder nur für viel Geld ersetzt werden.

Hier mal eine kleine Übersicht über die Teile die wir schon entfernt haben.

Um die Oberschale abzunehmen müssen nun noch weitere Schrauben an der Oberseite gelösten werden, die bislang unter Abdeckung und Tastatur verborgen waren. Und auch noch ein paar Kabel. Beim lösen von Kabeln und Klemmen möglichst nur an den Steckern ziehen, nicht an den Kabeln ziehen.

Das Display ist mit 4 Schrauben befestigt, unten an den Scharnieren. Bevor das Display abgenommen wird, noch einmal nachschauen ob auch alle Kabel die in das Display laufen ab sind und so frei sind das sie nirgends mehr eingefädelt sind.

Nach dem Display und Oberschalle entfernt sind, bleibt die Unterschalte mit dem Motherboard.

Das Motherboard ist noch mit ein paar weiteren Schrauben fixiert und es müssen auch noch Kabel von der Unterseite des Motherboards gelöst werden. Hierzu muss das Motherboard leicht angehoben werden, damit man an die Kabel kommt. Wieder Vorsicht, möglichst nur an den Steckern ziehen.

Das Motherboard vorsichtig herausheben und auf dem Tisch legen.

In diesem Falle Motherboard umdrehen und die Schrauben der Heatpipe lösen. Dann die Heatpipe abheben. Wenn sich die Heatpipe nicht einfach abheben lässt, liegt es meist an angetrockneter Wärmeleitpaste oder angeklebten Wärmeleitpads. In diesem Falle helfen dann häufig leichte horizontale Drehbewegungen in der Ebene des Boards.

Mit abgenommener Heatpipe werden die darunter liegenden zu kühlenden Bauteile sichtbar. Alle Kontaktflächen zur Heatpipe sind gut zu reinigen. Bei der Reinigung der Prozessoren keine spitzen oder scharfen Gegenstände benutzen. Angetrocknete Wärmeleitpaste lässt sich mit wenig Reinigungsalkohol aufweichen und dann schichtweise abtragen.

Was für die Prozessorflächen gilt, gilt auch für die Kühlflächen auf der Heatpipe. Die Kupferflächen sind sehr Kratzer empfindlich.

Bleibt noch die Reinigung des Lüfters. Die meisten Lüfterbaugruppen lassen sich aufschrauben. Dabei kann es schon mal Schrauben geben die durch Klebefolien verdeckt sind. Gekapselte Lüfter nicht mit Gewalt öffnen. Hier muss es dann reichen den Lüfter möglichst umfassend mit Staubsauger und Pinsel zu reinigen.

So sieht ein Radiator aus der noch nicht gereinigt ist. Gut den Staub raussaugen und schon kann die Luft wieder frei strömen und die Kühlung gewährleisten.

Nachdem nun alle Baugruppen gereinigt sind kann der Zusammenbau beginnen. Ganz wichtig. Auf dem Prozessor gleichmäßig aber sparsam Wärmeleitpaste auftragen und die Wärmeleitpads in den entsprechenden Dicken auf Grafikprozessor und Grafik-RAM erneuern. Niemals eine abgeschraubte Heatpipe mit angetrockneter Wärmeleitpaste einfach wieder aufschrauben.

Der Zusammenbau erfolgt logischerweise in umgekehrter Reihenfolge. Auch dabei gilt:

  • vorsichtig zu Werke gehen,
  • keine Gewalt
  • Platinen erst festschrauben wenn Sie locker aufliegen und sich beim festschrauben nicht verbiegen,
  • alle Schrauben sanft festziehen
  • Kabel nicht knicken (besonders W-Lan Antennenkabel)
  • Flachbandkabel nicht zu oft lösen und wieder einstecken.
  • Wenn Sie nicht weiterwissen, nichts zwingen. Holen Sie sich Rat beim Fachmann, bevor Sie etwas falsch zusammenbauen und dann vielleicht alles kaputt ist.

Soweit diese kleine Auseinander-Bau-Fibel.
Jetzt viel Spaß.

Notebookdisplay kaputt?

Inhaltsverzeichnis

  1. Offensichtlich defekte Displays
  2. Die Fehlereingrenzung – Ruhe bewahren
  3. Die Macke liegt im Detail – jetzt wird’s tüftelig
  4. Externer Monitor hat normales Bild, Display zeigt eine leicht schattierte Anzeige
  5. Externer Monitor hat normales Bild, Display bleibt schwarz
  6. Externer Monitor hat normales Bild, Display hat Streifen
  7. „Spezial“ – defekte Pixelfehler und Flackerbilder

1. Offensichtlich defekte Displays

Können Sie auf Ihrem Display ganz offensichtliche Brüche sehen, oder lösen sich gar Splitter ab, dann hilft nur noch der Einbau eines neuen Displays.

Um noch weitere schadhafte Baugruppen auszuschließen können Sie aber auch noch die Prüfungen ab Punkt 3 ausführen. Ist jetzt auch noch die Grafikkarte defekt, wird die Kosten-Nutzen-Rechnung „hoch interessant“.

2. Die Fehlereingrenzung – Ruhe bewahren

Die Ausgabe der Informationen eines Laptop erfolgt in der Regel über das eingebaute Display. Ein Display das dunkel bleibt muss aber nicht unbedingt auch kaputt sein. Um ein Bild auszugeben braucht es eine ganze Reihe von Baugruppen. Die Hauptbaugruppen sind dabei die Grafikkarte und das Display. Das Display selbst besteht aus den Hauptbaugruppen Inverter, Hintergrundbeleuchtung und dem eigentlichen Display.

Bleibt das Bild auf dem Display aus, bewahren Sie Ruhe und beobachten Sie den Startvorgang des Laptop. Dieser läuft in charakteristischen Rhytmen ab. Also zum Beispiel:

  • das CD/DVD Laufwerk läuft an,
  • die Festplatte läuft an,
  • kurze Pause,
  • die Festplatte arbeitet weiter …

Möglicherweise gibt es an bestimmten Stellen im Startvorgang Beep-Töne, vielleicht flakert das Display auch noch kurz auf. Wenn hier erst einmal alles so abläuft wie immer, nur halt das Display dunkel bleibt, scheint das Laptop selbst soweit erst mal noch in Ordnung zu sein.

Warten Sie einen Moment, etwa solange wie Sie es gewohnt sind bis Ihr Laptop voll „hochgefahren“ ist. Jetzt drücken Sie kurz auf die Power-Taste, das Laptop sollte nun wieder runterfahren.

Bleibt das Laptop schon gleich am Anfang „hängen“ sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen und das Notebook hier von qualifizierten Personal prüfen lassen.

3. Die Macke liegt im Detail – jetzt wird’s tüftelig

Der sicherste Weg Klarheit zu bekommen wo der Fehler liegt, ist es einen externen Monitor anzuschließen. Dazu sollte das Laptop heruntergefahren sein, da manche Grafikkarten das nachträgliche anschließen eines Monitors ignorieren.
Starten Sie jetzt das Laptop wieder. Bleibt der Monitor dunkel, warten Sie bis das Laptop „hochgefahren“ ist. Manche Laptops haben bestimmte Schaltschema für das manuelle zuschalten externer Monitore. Bei den meisten Laptops schalten Sie mit der Fn-Taste und der Monitor-Umschalttaste zwischen den Modi um. Diese finden Sie in der Regel bei den Funtionstasten.
Zum Beispiel (ein schalten ist immer das drücken und wieder los lassen von Fn-Monitortaste):

  • 1. schalten – Umschalten auf den externen Monitor,
  • 2. schalten – internes Display und externer Monitor sind gleichzeitig an,
  • 3. schalten – umschalten auf internes Display.

Erreichen Sie so keinerlei Anzeige ist eher die Grafikkarte defekt als das Display. Im schlimmsten Fall Grafikkarte und Display. An der Stelle sei Ihnen unbedingt die Fachwerkstatt empfohlen.

4. Externer Monitor hat normales Bild, Display zeigt eine leicht schattierte Anzeige

Können Sie auf Ihrem Display leicht schattiert ein Bild erkennen? Insbesondere wenn Sie den Blickwinkel ändern? Mit der Helligkeitsregelung können Sie keine Besserung erreichen?

In diesem Falle ist sehr wahrscheinlich der Inverter ausgefallen. Ein Display-Defekt ist eher unwahrscheinlich. Es lohnt sich entweder erst einmal den Inverter auszutauschen (wenn Sie sich das selbst zutrauen) oder Ihn von der Fachwerkstatt prüfen zu lassen.

5. Externer Monitor hat normales Bild, Display bleibt schwarz

Mit der Helligkeitsregelung können Sie keine Besserung erreichen?

In diesem Falle ist sehr wahrscheinlich die Hintergrundbeleuchtung ausgefallen oder das Display defekt. In manchen Fällen lässt sich nur die Hintergrundbeleuchtung reparieren. Ansonsten hilft hier nur ein neues Display.

6. Externer Monitor hat normales Bild, Display hat Streifen

Hat das Bild vertikale oder horizontale Streifen?

In diesem Falle ist mit größter Wahrscheinlichkeit Ihr Display defekt.

Erscheinen die Streifen auch auf dem externen Monitor ist allerdings eher die Grafikkarte defekt. Auf einen Defekt der Grafikkarte deutet übrigens auch ein relativ gleichmäßig gerastertes oder anderweitig gestörtes Bild auf externem Monitor und Display.

7. „Spezial“ – defekte Pixelfehler und Flackerbilder

Hat das Display rote, grüne oder blaue Punkte?

Hierbei handelt es sich um produktionsbedingte Fehler. Während der Garantiezeit können Sie dies reklamieren, vorausgesetzt die Anzahl der Fehlerpixel ist unüblich hoch.

Üblich ist laut ISO 13406-2 in den meisten Fällen die folgende maximal zulässige Fehlerzahl / 1 Million Pixel:

  • 2 ständig leuchtende Pixel
  • 2 ständig schwarze Pixel
  • 5 ständig schwarze oder leuchtende 1 bis 2 Subpixel
  • 2 x mehrere Subpixelfehler (wie vor) in einem Bereich von 5 x 5 Pixeln

Zusammenfassung: Bei einer Bildschirmauflösung von 1400 x 1050 Pixeln müssen Sie bis zu 4 Pixelfehler und bis zu 7 Subpixelfehler als üblich hinnehmen. Diese Werte entsprechen der Fehlerklasse 2 der ISO Norm.

Sie können dagegen eine Zusatzgarantie abschließen, die Ihnen je nachdem, eine höhere Fehlerklasse zusichert (höher bedeutet in diesem Falle die Fehlerklasse 1) oder Sie nehmen die Fehlermöglichkeit in Kauf.

Pixelfehler können Sie vielleicht durch leichten Druck mit einem Gummi auf die schadhafte Stelle regulieren (aber Vorsicht: nach fest kommt sofort kaputt !!!) oder den Pixelfehlern mit entsprechender Software zu Leibe rücken.

Flicker- oder Wackelbilder sollten Sie gleich dem Fachmann übergeben, Wackelkontakte suchen ist selbst für diesen ein undankbares und eher mühsames Geschäft.